Rosen - Pflanzung

Geschrieben von 21.10. 2006 21:21:26 (16428 Leser)

Rosa Fellowship

Zur Anwachs- und Entwicklungsgarantie gehört gründliche Bodenvorbereitung.. Das gilt für Einzelrosen genauso wie für Rosengruppen, Rosenbeete und Anlagen. Sie beginnt bei mir mit tiefgründiger Bodenlockerung durch Umgraben bis zu einer Tiefe von 2 bis 3 Spatenstichen. Das verhindert Nässestau bzw. verhilft es ihren Rosen zur Selbstversorgung bei Trockenheit.

Schon dabei können Bodenhilfsstoffe wie Kompost und Sand oder Bentonit eingearbeitet werden. Der Kompost verhilft zu gesunder Bodengare. Die Bodengare ist für die Gesundheit Ihrer Rosen mitverantwortlich. Sand und Kompost lockern feste, lehmige Böden auf . Bentonit liefert die Tonminerale, die bei Sandböden Wasser und Nähstoffe halten und dadurch Düngerauswaschungen verhindern. Die Auffüllerde bei Einzelpflanzungen kann bis zu 30 Prozent aus gutem Gartenkompost bestehen.
Für Einzelrosen fülle ich einen Eimer zur Hälfte mit eigenem (nicht dem gekauften!) Kompost und mische zwei große Hände voll Bentonit darunter. Das Ganze wird mit der Erde aus dem Pflanzloch vermischt.

HAALT! Für die Anlage von Beeten und Rosenflächen verrate ich Ihnen meinen Bewässerungstrick! Bei der tiefgründigen Bodenlockerung ziehe ich ca. 40 cm tiefe Gräben, in denen Drainagerohre, mit Kokosseil umwickelt, in Beet-Länge ausgelegt werden. Die müssen aber rundum mit Erde festgestampft werden! Einlässe zur Wassereinleitung werden nach Bedarf eingefügt. Grundsätzlich soll das Regenwasser von kleineren Dächern dadurch zur unterirdischen Bewässerung meiner Rosen eingeleitet werden.

Pflanz-Zeiten

und so wird gepflanzt Wurzelnackte Rosen von Oktober bis März einschl. Beutelverpackte Rosen von Oktober bis Mai einschl. Mit Wurzelballen bzw. Container-Rosen : Das ganze Jahr über.
Alle Rosen nicht bei glühender Hitze und nicht bei anhaltendem Frost pflanzen! Per Post gelieferte Rosenpflanzen waren bisher immer so feucht und frisch, daß das 'Anbaden' nicht nötig war. Aber - entscheiden Sie selbst!
Ansonsten gilt für Nacktrosen, daß sie nach Eintreffen über den obersten gesunden Augen abgeschnitten werden. Die Wurzeln werden um die Teile eingekürzt, die beschädigt oder zu sperrig sind (siehe 'Rosenschnitt').

Und so wird gepflanzt

Ein Loch graben, das groß genug ist, daß die Wurzeln der Rose darin frei stehen. Sie sollen im Loch strahlenförmig im Kreis verteilt werden Der Veredelungsknoten ist mindestens 5 cm unter die Erdoberfläche zu bringen. Das vorbereitete Erdgemisch wird zur Hälfte hineingeschüttet. Die Pflanzenwurzeln einschütteln, einschlämmen, mehr Erde einschütten, einschlämmen. Restliche Erde um die Pflanze herum aufhäufen. Bei lockerem Boden nicht festtreten!

Die feuchte Erde, mit der Sie anhäufeln, schützt die junge Pflanze vor Austrocknung.
Vor dem Pflanzen einer STAMMROSE wird ein Stützpfahl in die Pflanzgrube eingeschlagen. Die Zapfenschnittstelle über dem Wurzelhals bleibt über der Erdoberfläche. Sie wird NICHT an gehäufelt! Den Stamm mit breitem Material am Pfahl nicht zu stramm anbinden.

Es ist vollbracht - viel Glück !
Horst Hilscher, ROSELOVER
Bremen, Deutschland
www.roselover.de

Artikel: rosen pflanzung

08.09. 2006
11.31 kB Leser
Alte Rosen. Die schönsten Sorten. Gestalten und Pflegen
15.02. 2007
20.80 kB Leser
Blüten in Weiss (2)
14.08. 2007
25.13 kB Leser
Rosa 'Compassion' - Kletterrose
10.04. 2007
23.94 kB Leser
Einjährige Rank- und Schlingpflanzen
Diskussionsforum / Rosen
19.09. 2016
519 Leser
Rosen - Rosa