Abies - Tanne

Geschrieben von 07.07. 2007 11:01:41 (41893 Leser)

Abies alba - Weisstanne

Die Koniferen gehören zur Gruppe der Gehölze. Sie sind Zapfenträger und Nacktsamer. Das heißt, sie haben frei zugängliche, nackte, an den Fruchtblättern sitzende Samenanlagen, die nicht in einem schützenden Fruchtknoten eingeschlossen sind

Sie bilden die Gruppe der mehrkeimblättrigen Pflanzen. Die meist mehrjährigen Blätter sind klein und derb. Sie haben Nadel-, Borsten- oder Schuppenform.

Die männlichen Blüten bilden Kätzchen, die weiblichen sind in Zapfen vereinigt. Eine Ausnahme bildet die Gattung Taxus. Das Samenkorn ist hier von einem roten, fleischigen Becher umgeben. Er ist - als einziger Pflanzenteil von Taxus - frei von dem Giftstoff Taxin. Vögel können so unbeschadet die Samenverbreitung übernehmen. Alle Taxusarten gemeinsam mit den Koniferen bilden die Gruppe der Nadelhölzer.
Man unterscheidet Nadelhölzer, indem man Stamm, Nadelform, Zapfen, Deckschuppen, Samenflügel und Blattnarben einander gegenüberstellt. In der Floristik denkt man bei Nadelhölzern sofort an die Trauerbinderei, an Advents- und Weihnachtsgestaltungen. Als Symbolträger hat das Immergrün in der Vorweihnachtszeit seine besondere Bedeutung. Ähnlich ist es in der Trauerfloristik.

Häufig verwendete Nadelgehölze mit ihren wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen:

ABIES (TANNE): Nadeln mit Scheibchen, dem glatten Zweig aufsitzend; Zapfen aufrecht am Zweig, bei Reife auseinander fallend (daher in der Floristik nicht zu verwenden).

Abies alba (Weißtanne): Dieses Nadelgehölz kann bis zu 5O Meter hoch wachsen. Es hat eine weißgraue Rinde mit quirlständigen Ästen. Abies alba wird vorwiegend in der Trauerbinderei als "fließendes" Material - vorwiegend liegend oder waagerecht angeordnet - verwendet. Wegen der relativ schlechten Haltbarkeit ist die Weißtanne in der Adventsfloristik stark verdrängt worden.

Abies concolor (Koloradotanne): Dieser, in seiner Heimat bis 5O Meter hoch werdende Baum, hat eine hellgrüne Rinde. Die jungen Sprosse sind gelblich, die Nadeln ledrig, blass-blaugrün und auf beiden Seiten mit bläulich-weißen Spaltöffnungsstreifen versehen.

Abies nordmanniana (Nordmannstanne): Der bis zu 3O Meter hohe Baum hat einen geraden Stamm mit schwärzlich-grauer Rinde. Abies nordmanniana hat die Weißtanne wegen der besseren Haltbarkeit fast ganz ersetzt.

Abies procera 'Glauca' (echte Blautanne): Wegen der idealen Haltbarkeit ist Abies procera eines der wichtigsten Materialien in der Advents- und Weihnachtsfloristik. Die Nadeln fallen nicht ab, sondern trocknen ein und werden grauer. Früher wurde diese Konifere daher auch oft als "Gummitanne" bezeichnet.

Abies procera - Blautanne

Abies alba - Weisstanne

Aus dem Artikel Botanik - Koniferen
Angelika Langley, Hamburg, Deutschland
www.flower-mag.com

Fotos: Hana Vymazalova

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