
Metasequoia glyptostroboides - Chinesisches Rotholz
1941 weckte eine neue Koniferengattung die Aufmerksamkeit japanischer Paläobotaniker (Kunde der Pflanzenwelt des früheren Erdezeitalters). Der sensationelle Fund wurde von dem Botaniker Miki beschrieben. Gefunden wurde er in Tonablagerungen fossiler Holzreste im Tertiär. Mehrere Phantasienamen wurden dem Rotholz anfangs zugeteilt, wie Urwelt-Mammutbaum, Wasserlärche, auch Wassertanne.
Namen, die nur mit Vorbehalt zu erwähnen sind. Zur gleichen Zeit reiste Prof. T. Kann aus Nanking in das Grenzgebiet und fand den laubabwerfenden Baum, der von den Einheimischen shui-huso = Wasserlärche genannt wurde. Die fortgeschrittene Jahreszeit erlaubte es nicht mehr geeignetes Erbmaterial zur Identifizierung zu sammeln. Erst 1944 fand man schließlich auf einem Areal von 800 Quadratkilometern über hundert Exemplare, die sich an Berghängen und Flussläufen vereinzelt angesiedelt hatten. Die Expedition fand in Hupeh über 1.000 Bäume und brachte keimfähiges Saatgut mit. Mit Fug und Recht konnte in einer paläobotanischen Arbeit in China die Wiederentdeckung als "Lebendes Fossil" bezeichnet werden. So hatte der bedeutende englische Forscher Charles Darwin (1809 - 1882) auch den bekannten Ginkgobaum bezeichnet.Merkmale
Wie die Sumpfzypresse und der Mammutbaum den Sumpfzypressengewächsen zugeordnet wird, gehört das Rotholz ebenfalls systematisch in diese Familie. Am Naturstandort erreicht das sommergrüne Nadelgehölz die stattliche Höhe von 50 m. Im Habitus pyramidal wachsend mit schmal-kegelförmiger Krone, zur Spitze sich verjüngend. An der Stammbasis stark verbreitert mit auffälligen Kehlungen (Vertiefungen). Sie geben den gefiederten Sängern Nistgelegenheit – in diesem Jahr einer Zaunkönigfamilie. Das auffallend rötliche Holz brachte der Wiederentdeckung den Namen Rotholz ein. Austrieb im März frischgrün. Nadelstellung gegenständig (s. Zweigstück). Im Herbstkolorit präsentiert sie sich überraschend rotbraun! Der einhäusige Baum bildet fast kugelige hängende Zapfen. Ansehnlicher Parkbaum für nicht zu begrenzte Flächen. Forstlich angebaut. In der Jugend raschwüchsig. Mit dem Älterwerden lässt das Höhenwachstum nach. Nach finnischen Berichten verträgt die Konifere Kältegrade bis zu -30° C
Metasequoia glyptostroboides - Chinesisches Rotholz

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Aus dem Artikel "Nadelgehölze mit sommergrünen Blättern", Autor
Heribert von Esebeck
Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH
Neefestraße 2 a, 53115 Bonn, Deutschland
www.fug-verlag.de
Fotos: Hana Vymazalova
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